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Keramische Formen

Die Formenlehre in der Keramikherstellung bezieht sich vor allem auf die Form und alles was dazu gehört, einschließlich ihrer Funktion, technischen sowie stilistischen Merkmalen. Zusammenfassend muss man sagen, dass die Form eine Kombination aus den drei oben genannten Merkmalen ist. Sie sind auch grundlegend um die Funktion der Keramik in ihrer Zeit nachzuvollziehen. Die Gestalt der Keramik ist auch sehr wichtig um die Typen zu klassifizieren.

Slawische Keramik und ihre wichtigste Form: Die Formenlehre kennt viele Variationen von Formen, aber der Topf in der doppel-konischen Form ist omnipräsent in allen zeitlichen Abschnitten in der slawischen Keramik vorhanden. Man kann mit gewisser Sicherheit sagen, dass diese Form das wichtigste Muster war, und andere Formen im Laufe der Zeit nur hinzukamen. Kempke (2001) wies darauf hin, dass diese Form in der frühslawischen Periode (ca. ab dem 7. Jh. n.Chr.) auftauchte, in der Mittel-Slawischen Periode (ca. 10. Jh.) ihre Hauptverbreitung hatte und ihre Häufigkeit und Bedeutung in der Spät-Slawischen Periode (ca. 11. Jh. bis 13. Jh.) abnahm.

Das Gebiet der Germania-Slavica beherbergt noch wenige untypische keramische Gefäße. Einige dieser weisen sich vor allem durch senkrechte Henkel aus, die horizontale Durchlochung haben. Andere Gefäße haben die Durchlochung am Hals oder direkt unter dem Rand. Diese Löcher lassen vermuten, dass die genannten Gefäße eine erweiterte Funktion als aufgehängte Gefäße haben konnten.    

October 21, 2007

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